Bundesrat will 50 Millionen in nationale Sportanlagen investieren
22.02.2012 15:42
Die Eidgenossenschaft will in den nächsten Jahren Sportanlagen von nationaler Bedeutung mit 50 Millionen Franken unterstützen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die entsprechende Botschaft dem Parlament zugeleitet. Profitieren sollen unter anderem die nationalen Zentren für Eishockey und Fussball. Gemäss dem Bundesbeschlussentwurf sind für den Bau eines Nationalen Fussballzentrums - zur Förderung der 16- bis 21-jährigen Fussballerinnen und Fussballer - 6 Millionen Franken vorgesehen. Der Standort ist noch offen. Für das Eishockeyzentrum, das in Winterhur projektiert wird, sind 5 Millionen eingeplant. Und für den Neu- oder Ausbau von Schwimmsportzentren sind es 6 Millionen.
Leichtathletikstadion und Sporthalle in Lausanne
Vorgesehen sind zudem 4 Millionen für den Bau eines neuen
Leichtathletikstadions in Lausanne. Das heutige Stadion Pontaise ist veraltet. Es soll abgerissen werden und einem Wohnquartier Platz
machen und andernorts im Quartier neu gebaut werden. 3 Millionen Franken sollen in den Bau von drei
Sporthallen mit 4000 bis 7000 Zuschauerplätzen fliessen. Eine dieser Halle
könnte zusammen mit dem neuen Leichtathletikstadion in Lausanne gebaut werden. 1,5 Millionen sind für den Ausbau des Nationalen
Tenniszentrums in Biel eingeplant, 1,5 Millionen für das Ruderzentrum Rotsee
bei Luzern, 2 Millionen Franken für den Bau einer Indoor-Velorennbahn in
Grenchen SO sowie eine Million für die Bobbahn in St. Moritz.
Sportliche Konkurrenzfähigkeit der Schweiz steigern
Der Bundesrat setzt mit seiner Botschaft den Auftrag des
Parlaments um, für die Förderung der Sportanlagen von nationaler Bedeutung ein
Konzept auszuarbeiten. Ziel dieses NASAK 4 genannten Konzepts ist es, für die
nationalen Sportverbände gute Infrastruktur-Voraussetzungen zu erhalten oder
neu zu schaffen. Dadurch solle die Konkurrenzfähigkeit der Schweiz bei den
Trainings- und Wettkampfbedingungen sowie bei der Durchführung internationaler
Sportgrossanlässe verbessert werden. Mit den Bundesgeldern werden jeweils nur 5 bis 25 Prozent
der Baukosten gedeckt. Die gesamten Baukosten der unterstützten Bauprojekte
werden auf ungefähr 500 Millionen veranschlagt. Die Verpflichtungskredite
müssen bis Ende 2017 genutzt werden. Mit früheren NASAK-Finanzhilfen sind bislang 40 Projekte
mit Gesamtinvestitionen von über 850 Millionen Franken ermöglicht worden. (sda).





